David
David, zur Zeit 22 Jahre alt, lebt in einem Örtchen bei Osnabrück und ist gerne stets unterwegs. Mit 13 Jahren begann das Auflegen mit-"ach, wie klassisch"- den alten Platten und Spielern der Eltern. Da waren auch interessante Jazzplatten, wie z.B. Herbie Hancock's "Man Child" oder eine obskure Platte der Miroslav Vitous Group dabei. Meine erste richtige Technoplatte war Aztec Mystics "Knights of the Jaguar", es folgte Rob Hood, der mit seiner Minimal-Vision für mich wie eine Offenbarung war. Dröhnung im Schlafzimmer.
Dann war Techno bestimmt ein Jahr tot. Also was war früher? Doors, Led Zep., Catain Beefheart, ausgeliehene Platten von alten Hippies, D.A.F, 80er, und irgendwie immer Blues Blues Blues. Dann kam 'ne schöne Zeit mit Indie <->Folk. Der erste Besuch einer Goaparty war ernüchternd, der zweite auch. Das war nicht mein Ding, aber ein wichtiger Schritt in die Nacht.
Plötzlich tauchte in einem Internetforum ein Label Namens "Areal" auf, die wollten von den Usern Plattenkritiken. Meine Begeisterung für diese 1min. langen Testschnipsel war so stark, dass sie mir zwei Platten zusendeten. Das Fieber ging wieder los und ich kaufte aus Bibis wohlriechendem Plattenladen alles, was so verspielt war, wie diese Areal-Scheiben. Ulli Schuberts Auflege bei einer Gartenparty eines Freundes machte mich letztlich abhängig. Ich wollte nur noch tanzen. Das Elektronische Ereignis war da. Ich war da. Immer alleine, meine Freunde standen eher auf andere Dinge. Für mich war das aber so unglaublich kraftvoll. Also taste ich mich irgendwann weiter ran und lieferte bei den Open Turntabels ab, oder verabredete mich mit anderen Verrückten, um Bässe zu wälzen oder Sounds zu erforschen. Zu fünft wurden die ersten Version-Partys organisiert und abgefackelt undso weiter - Traumhaft. Mittlerweile sind Feundschaften entstanden, die ich sehr schätze. Und das alles durch die Fliehkraft einer sich drehenden Technoplatte.
Internet: www.myspace.com/leberfleck |